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Die Garagenschätze führen uns heute zum Oldtimer Grand Prix am Nürburgring. Diesmal erwartet uns keine gewöhnliche Garage, sondern ein ganzes Fahrerlager voller legendärer Supertourenwagen aus den 1990er-Jahren.
Max Huber, Promoter und Organisator des Super Touring Revival, nimmt uns mit durch ein außergewöhnliches Starterfeld. 17 historische Rennwagen sind beim Revival am Nürburgring dabei. Viele davon sind originale ehemalige Werks- und Einsatzfahrzeuge aus den großen Tourenwagen-Meisterschaften Europas und darüber hinaus.
BMW, Audi, Opel, Alfa Romeo, Nissan und Vauxhall: Die Markenvielfalt erinnert an eine Ära, in der Super Touring weltweit für spektakulären und technisch hochentwickelten Tourenwagensport stand.
Dabei geht es beim Super Touring Revival nicht um harten Kontaktsport. Die seltenen und wertvollen Originalfahrzeuge sollen wieder auf der Rennstrecke erlebt werden können – schnell gefahren, aber mit dem notwendigen Respekt vor ihrer Geschichte.
Ein besonderes Highlight ist Uwe Alzens ehemaliges Einsatzfahrzeug. Jahrzehnte später durfte Alzen am Nürburgring wieder selbst hinter das Lenkrad seines früheren Rennwagens greifen – und zeigte sofort, dass er noch immer schnell unterwegs ist.
Max präsentiert uns außerdem zahlreiche weitere Raritäten.
Wir sehen unter anderem ein ehemaliges Einsatzfahrzeug von Johnny Cecotto, einen Vauxhall Cavalier aus der BTCC, BMW-Werksrennwagen aus verschiedenen Entwicklungsstufen sowie den komplett restaurierten Alfa Romeo 156, den Stefano Modena 1998 pilotierte.
Dazu kommen ehemalige Rennwagen von Gianni Morbidelli, Emanuele Naspetti, Emanuele Pirro und weiteren bekannten Fahrern.
Besonders spannend sind die technischen Unterschiede zwischen den einzelnen Entwicklungsstufen.
Die Supertourenwagen verfügten über 2,0-Liter-Saugmotoren und je nach Fahrzeug und Entwicklungsstand über rund 290 bis 325 PS. Aufwendige Fahrwerke, sequenzielle Getriebe, spezielle Aerodynamik, Zentralverschlüsse und teilweise doppelte Bremssättel zeigen, wie weit die Entwicklung dieser vermeintlich seriennahen Tourenwagen damals ging.
Unter der Karosserie waren diese Fahrzeuge echte Rennsport-Prototypen.
Auch ein Audi aus der STW-Saison 1997 ist dabei. Das ehemalige Einsatzfahrzeug von Emanuele Pirro bringt mit seinem Allradantrieb ein völlig anderes technisches Konzept in das Feld.
Daneben entdecken wir einen Nissan aus der spanischen Tourenwagenmeisterschaft von 1993. Der frühe Entwicklungsstand zeigt eindrucksvoll, wie schnell sich die Super Touring-Technik innerhalb weniger Jahre entwickelte.
Und die Fahrzeuge kommen längst nicht mehr nur aus Deutschland. Besitzer und Fahrer reisen unter anderem aus Neuseeland, England, Norwegen, Schweden, der Schweiz und den Niederlanden an den Nürburgring.
Genau diese internationale Vielfalt macht das Super Touring Revival so besonders.
Max Huber möchte die seltenen Originalfahrzeuge dauerhaft zurück auf die Rennstrecke bringen. Für die kommenden Revivals sollen noch weitere Fahrzeuge hinzukommen. Ziel sind rund 25 Supertourenwagen und Veranstaltungen unter anderem in Deutschland und England.
Eine außergewöhnliche Garagengeschichte über eine Ära, in der aus vermeintlich normalen Limousinen hochentwickelte Rennwagen entstanden.
Die Supertourenwagen der 90er sind zurück – und beim Oldtimer Grand Prix am Nürburgring können wir sie wieder dort erleben, wo sie hingehören: auf der Rennstrecke.
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