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Im Format Motorsport Zeitzeugen sprechen wir mit Persönlichkeiten, die den Motorsport geprägt haben – mit echten Geschichten aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Diesmal ist Mathias Lauda zu Gast. Der Sohn von Formel-1-Legende Niki Lauda blickt auf seinen ungewöhnlichen Weg in den professionellen Motorsport zurück – und der begann deutlich später als bei den meisten Rennfahrern.
Obwohl Motorsport in der Familie Lauda allgegenwärtig war, durfte Mathias als Kind nicht selbst auf vier Rädern Rennen fahren. Gemeinsam mit seinem Bruder kaufte er sich sogar einmal Go-Karts – doch sein Vater verkaufte sie kurzerhand wieder.
Erst mit 21 Jahren begann Mathias Lauda seine aktive Motorsportkarriere. Sein Bruder übernahm zunächst das Management und kümmerte sich um Sponsoren und die Finanzierung. Das Ziel war für Mathias dabei nicht unbedingt die Formel 1. Er wollte vor allem eines: professioneller Rennfahrer werden.
Und genau das gelang.
Es folgten rund 20 Jahre im professionellen Motorsport. Mathias Lauda wurde Mercedes-Werksfahrer in der DTM, startete für Aston Martin Racing in der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC und trat mehrfach bei den 24 Stunden von Le Mans an. Dazu kamen weitere große Langstreckenrennen wie Daytona und Spa.
Einer der größten Erfolge seiner Karriere folgte 2017: Mit Aston Martin gewann Mathias Lauda einen Weltmeistertitel in der WEC.
Im Zeitzeugengespräch erzählt er auch von der besonderen Verbindung zu seinem Vater. Als Kind verfolgte Mathias die Formel 1 intensiv im Fernsehen und kannte praktisch jeden Fahrer und jedes Team. 1993 nahm Niki Lauda seine Söhne erstmals zu einem Formel-1-Rennen nach Monza mit.
Jahrzehnte später durfte Mathias schließlich selbst einen ganz besonderen Rennwagen seines Vaters fahren: den Ferrari aus der Formel-1-Saison 1974. Zunächst bewegte er das Auto auf dem Red Bull Ring, später folgte ein noch außergewöhnlicheres Erlebnis auf der Nürburgring-Nordschleife.
Eine Erfahrung, die seinen Respekt vor seinem Vater und den Formel-1-Piloten dieser Ära noch einmal deutlich wachsen ließ.
Doch auch seine eigene aktive Motorsportgeschichte könnte noch nicht ganz beendet sein.
Nach rund fünf Jahren Pause steigt Mathias Lauda wieder in einen Sportprototypen. Schon im Qualifying zeigt sich: Das Rennfahren hat er nicht verlernt. Er fühlt sich sofort wieder wohl im Cockpit und findet schnell seinen Speed.
Und plötzlich ist auch die alte Leidenschaft wieder da.
„Jetzt juckt es wieder ein bisschen“, sagt Mathias Lauda im Gespräch.
Außerdem sprechen wir darüber, wie schwierig der Weg in den professionellen Motorsport heute geworden ist. Mathias vergleicht die Budgets seiner eigenen Nachwuchszeit mit den heutigen Kosten und erklärt, warum es für junge Talente immer schwieriger wird, den Aufstieg zu finanzieren.
Und wenn er sich heute noch einmal eine Meisterschaft aussuchen dürfte? Seine Antwort ist eindeutig: die WEC. Langstreckenrennen, mehrere Fahrer auf einem Auto und natürlich die 24 Stunden von Le Mans – genau diese Kombination fasziniert ihn bis heute.
Motorsport Zeitzeugen bringt Euch persönliche Geschichten aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Motorsports – erzählt von Menschen, die diesen faszinierenden Sport erlebt, geprägt und mitgestaltet haben.
Das Format nimmt Euch mit hinter die Kulissen des Rennsports und erzählt von legendären Rennen, großen Erfolgen, besonderen Momenten und unvergesslichen Meilensteinen. Persönliche Erlebnisse und echte Zeitzeugen-Geschichten machen die Faszination Motorsport noch greifbarer – von den Anfängen bis in die Gegenwart.
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