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Die Garagenschätze führen uns heute nach Neuffen zum historischen Bergpreis-Revival. Dort treffen wir Roland und einen ganz besonderen Audi, den Dietmar noch aus seiner eigenen aktiven Rennzeit kennt: das Audi Coupé Gruppe H von Mike Endres. Der Rennwagen wurde vor rund 40 Jahren aus einer damals neuen Audi Coupé Rohkarosserie aufgebaut. Mike Endres blieb damit seiner langen Verbindung zu NSU, VW und Audi treu.
Aus dem ursprünglich schmalen Audi Coupé entstand über die Jahre ein kompromissloser Bergrennwagen mit breiter Karosserie und hochentwickelter Renntechnik. Haube, Kotflügel, Türen und weitere Anbauteile bestehen aus CFK. Die Negativformen dafür existieren noch und gehören ebenso zum umfangreichen Teilepaket des Fahrzeugs.
Besonders interessant ist die heutige Technik. Im Audi arbeitet ein 2,0-Liter-Saugmotor mit rund 300 PS aus dem Audi-STW-Umfeld von Competition. Dazu kommen Flachschieberanlage, Trockensumpfschmierung und Carbon-Airbox. Der aktuell eingebaute Motor wurde frisch revidiert und hat laut Roland erst rund eine Betriebsstunde absolviert. Ein zweiter Motor mit etwa zehn Stunden Laufzeit gehört ebenfalls zum Paket. Geschaltet wird über ein sequenzielles Getriebe, dazu kommen Vorderachse und Bremskomponenten aus der Competition-Technik. Trotz seiner breiten Optik ist dieser Audi übrigens kein quattro: Die rund 300 PS werden ausschließlich über die Vorderräder auf die Strecke gebracht. Bei lediglich rund 870 Kilogramm Gewicht ergibt das einen extrem schnellen und agilen historischen Rennwagen.
Roland betreut Mike Endres und den Audi seit rund 15 Jahren und darf das Fahrzeug heute selbst bewegen. Mike ist mittlerweile 90 Jahre alt und kann den Rennwagen nicht mehr selbst fahren. Deshalb soll der Audi nun einen neuen Besitzer finden. Angeboten wird nicht nur das fahrbereite Fahrzeug, sondern ein außergewöhnlich umfangreiches Gesamtpaket mit Ersatzmotor, Getriebeteilen und Übersetzungen, zahlreichen Felgen und Rädern, originalen 19-Zoll-STW-Felgen, Negativformen der Karosserieteile, weiteren Rohkarosserien und Anhänger. Mit einer längeren Getriebeübersetzung wäre laut Roland neben Bergrennen auch ein Einsatz auf der Rundstrecke möglich. Ein außergewöhnliches Stück Audi-Motorsportgeschichte, das nach rund vier Jahrzehnten noch immer dort begeistert, wo es hingehört: auf der Rennstrecke.
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