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Die Garagenschätze führen uns heute nach Neuffen zum Schwäbischen Bergpreis und zu Jürgen und seinem Opel Ascona B. Was heute wie ein kompromissloser Bergrennwagen aussieht, begann sein Leben ganz gewöhnlich als Straßenauto. Jürgen startete damit zunächst im Slalomsport – und dann kam, wie er selbst sagt, eines zum anderen: Der Ascona wurde tiefer, breiter, stärker und vor allem leichter. Heute bringt der Opel nur noch rund 790 Kilogramm auf die Waage. Bis auf das Dach bestehen die Karosserieteile laut Jürgen aus GFK – von den Türen bis zu den Seitenwänden.
Unter der Haube arbeitet ein 2,0-Liter-Achtventiler von Frank Motorsport mit rund 240 PS. Geschaltet wird ganz klassisch über ein Fünfgang-H-Schaltgetriebe. Jürgen startet mit dem Ascona im KW Berg-Cup in der 8-Ventil-Wertung. Dort sind laut Jürgen keine elektronischen Fahrhilfen und kein sequenzielles Getriebe erlaubt. Das hält nicht nur die Technik klassisch, sondern soll auch einen vergleichsweise zugänglichen Einstieg in den Bergrennsport ermöglichen. Statt immer komplexerer Hightech zählen hier geringes Gewicht, ein leistungsstarker Saugmotor und der Fahrer.
Mittlerweile konzentriert sich Jürgen ausschließlich auf Bergrennen und versucht, die komplette Saison im KW Berg-Cup zu bestreiten. Das Revival in Neuffen ist für ihn trotzdem etwas Besonderes: Bereits zum dritten Mal ist er dabei und von der Kulisse und den vielen Zuschauern begeistert. Und solange die Einladung kommt, möchte er wiederkommen. Ein Opel Ascona B, der zeigt, wie aus einem ehemaligen Straßenauto Schritt für Schritt ein konsequenter und dennoch klassisch aufgebauter Bergrennwagen werden kann.
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