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Home ADAC Racing Weekend

Starker Auftakt für die ADAC Racing Weekends 2024 in Oschersleben

13.05.2024
in ADAC Racing Weekend

Bei sonnigem Wetter erfolgte am vergangenen Wochenende der Startschuss in die vierte Saison der ADAC Racing Weekends. In der Motorsport Arena Oschersleben kamen insgesamt sieben Rennserien zusammen, um den Fans tollen Sport zu bieten. Beim GT60 powered by Pirelli, dem Langstrecken-Format des GTC Race, gewannen Jay Mo Härtling / Julian Hanses (Mercedes-AMG GT3), in den beiden GT Sprints hatte jeder dieses Duos jeweils einmal die Nase vorne. In der Spezial Tourenwagen Trophy (STT) wurde mit Jürgen Bender (Chevrolet Corvette C7 GT3) ein Doppelsieger gefeiert, während sich im ADAC Tourenwagen Junior Cup Mike Müller und Cedric Fuchs (beide VW up! GTI) die Lorbeeren teilten. In der erstmals an einem ADAC Racing Weekend teilnehmenden Supercar Challenge aus den Niederlanden landeten Mex Jansen / Jordin Poland (BMW M6 GT3) in beiden Läufen ganz vorne und auch die beiden Serien des ADAC Historic Cup Ost sahen Doppelsieger: Nils-Holger Wilms (Melkus M90) bei den Formel-Fahrzeugen und Jens Herkommer (Skoda 130 RS) bei den Tourenwagen. Schließlich freuten sich Horst Kespohl (Ferrari 488 Challenge) über Triumphe in beiden NATC Sprints und das Duo Bernd Schaible / Tobias Erdmann (Audi R8 GT4 LMS) war beim Endurance-Lauf des NATC nicht zu bezwingen.

GTC-Förderpiloten Julian Hanses und Jay Mo Härtling überzeugen
Im GT60 powered by Pirelli übernahm Jay Mo Härtling direkt nach dem Start die Spitze und setzte sich sofort vom Feld ab. Hinter ihm erbte Jürgen Alzen (BMW M4 GT3) nach einem Fehler von Konstantin Gutsul (Audi R8 LMS GT3) den zweiten Rang, hatte bis zum Fahrerwechsel aber Roland Arnold (Mercedes-AMG GT3) formatfüllend in seinem Rückspiegel. Nach dem Fahrerwechsel stritten Ivan Peklin, der den Audi von Gutsul übernahm, und Luca Arnold, der nun den Mercedes seines Vaters Roland pilotierte, um den zweiten Platz, der letztendlich an Arnold ging. Vorne umrundete Julian Hanses, Teamkollege von Härtling, mit großem Vorsprung als Führender die Strecke. Somit lautete die Reihenfolge im Ziel Härtling / Hanses vor Arnold / Arnold und Peklin / Gutsul. Im ersten GT Sprint ließ Hanses seinen zweiten Sieg des Wochenendes folgen. Luca Arnold konnte dem GTC-Förderpiloten das gesamte Rennen über folgen, war aber nie nah genug dran, um ihn erfolgreich attackieren zu können. Hinter Hanses und Arnold eroberte Konstantin Gutsul Platz drei. Dem zweiten GT Sprint drückte Härtling den Stempel auf und sah die Zielflagge vor Luca Arnold sowie Peklin.

Doppelsieg in der STT, zwei verschiedenen Gewinner im ADAC Tourenwagen Junior Cup
Der erste Lauf der STT wurde zur klaren Beute von Jürgen Bender vor Henk Thuis (Pumaxs RT). Der Niederländer wurde auch nach Rennbeginn schon als Zweiter geführt, bekam dann aber wegen eines nicht korrekten Starts eine Durchfahrtsstrafe und fiel an die siebte Stelle zurück. Hinter Bender und Thuis holten sich Horst Kespohl / Phillip Stern (Ferrari 488 Challenge) den dritten Rang. Im zweiten Durchgang schnappte sich Thuis am Start in Führung und setzte sich zusammen mit Bender vom Feld ab. Nach dem Pflichtboxenstopp hatte sich die Reihenfolge der beiden Frontrunner gedreht; in der Reihung Bender vor Thuis beendeten sie auch das Rennen. Platz drei ging an Bastian Hein (BMW M4 GT4 G82).

Im ersten Lauf des ADAC Tourenwagen Junior Cup, in dem alle Teilnehmer einen VW up! GTI pilotieren, schob sich Mike Müller von der Pole Position in Führung, doch insbesondere Maxim Felix Dacher konnte er nicht abschütteln. Da Müller Dacher aber keine Möglichkeit für einen erfolgreichen Angriff gab, erreichte er die Ziellinie letztendlich als Erster. Rang zwei wurde zur Beute von Dacher, Cedric Fuchs wurde als Dritter abgewinkt. Einen Tag später zeigten die Nachwuchspiloten ein ereignisreiches Rennen, aus dem Fuchs als Sieger hervorging. Dabei profitierte er vom Pech des führenden Müller, dem kurz vor Schluss ein Reifenschaden einen Strich durch die Rechnung machte. Dacher auf dem zweiten Platz und Julian Konrad als Dritter begleiteten Fuchs zur Siegerehrung.

Niederländische Gäste und Fahrzeuge aus dem Ostblock begeistern Zuschauer
Erstmals in der Geschichte der ADAC Racing Weekends war die Supercar Challenge Teil einer Veranstaltung. Bestes Duo der niederländischen Serie war im ersten Rennen Mex Jansen / Jordin Poland, das in einer Rennstunde einen Vorsprung von fast einer Minute auf Daan Meijer / Cor Euser (BMW M6 GT3) herausfahren konnten. Cees Wijsman (BMW M4 GT3) komplettierte das nur von BMW-Piloten besetzte Podium. Auch im zweiten Heat waren Jansen / Poland nicht zu schlagen, während Wijsman einen Rang nach vorne rückte und Zweiter wurde. Laurens de Wit (Cupra TCR) komplettierte das Podium.

Nils-Holger Wilms heißt der Schnellste des ersten Laufs zum ADAC Historic Cup Ost Formel; hinter ihm reihten sich nach 13 Rennrunden Martin Kuntze (Estonia 25) und Jens Kaute (Tark Kavor Estonia 25) ein. Wilms und Kuntze wiederholten im zweiten Durchgang einen Tag später ihre Ergebnisse, was Kaute nicht gelang. Er unterlag im Kampf um Rang drei knapp Nick Koitsch (Estonia 25). Der ADAC Historic Cup Ost Tourenwagen war zunächst ein Duell zwischen Jens Herkommer und Dieter Hoffmann (Lada Samara). Hoffmann war im ersten Qualifying schneller als Herkommer, doch der revanchierte sich im folgenden Rennen. Mario Mühle (Skoda 130 LR) als Dritter konnte nicht mit dem Duo mithalten, er hatte im Ziel einen Rückstand von über 30 Sekunden auf den Erstplatzierten. Im zweiten Heat machte Herkommer seinen Doppelsieg perfekt, für Mühle und Jens Vogt (Skoda MB 1300 RS) sprangen die Positionen zwei und drei raus.

Attraktiver Sport und vorbildliche Kameradschaft im NATC
Der NATC absolvierte in Oschersleben zwei Sprints und ein Endurance-Rennen. Bester Sprinter war Horst Kespohl, der einmal Max Zschuppe (Audi R8 GT4 LMS) und Erik Bänecke (BMW 240iR) in ihre Schranken verwies und einmal Tobias Erdmann (Audi R8 GT4 LMS) und Thilo Goos (Aston Martin Vantage GT4) hinter sich ließ. Im abschließenden Endurance-Lauf freute sich Erdmann zusammen mit Bernd Schaible über den Sieg vor Laurie Brezina / Bodo Cordes (Opel Astra TCR) und Michelle Kawalek (BVMW 318ti). Neben den Positionskämpfen auf der Strecke begeisterte der NATC auch mit einer tollen Aktion. Nachdem Michael Gericke (BMW 325i E30) im ersten Sprint einen Unfall hatte, musste er aus privaten Gründen die Strecke verlassen und konnte seinen BMW nicht selbst reparieren. Das sah Erik Bänecke mit seinem Team und er bot Gericke an, die Reparatur zu übernehmen. „In der NATC sind wir auf der Strecke Kontrahenten, aber im Fahrerlager eine große Familie. Ich kenne Michael außerdem schon lange; wir haben zusammen Maschinenbau studiert und er hat mich zum Motorsport gebracht.“ Bis um 1:23 Uhr in der Nacht arbeitete seine Truppe am Auto des Rivalen, dann war der BMW wieder rennfertig. „Wir dachten, es würde schneller gehen“, grinste Bänecke, hat den Schritt aber trotzdem nicht bereut. Gericke war von der Aktion gerührt: „Es ist sehr besonders, dass Erik und sein Team dies getan haben – zumal nicht einmal klar war, ob ich überhaupt fahren würde. Ich bin unendlich dankbar dafür, weil dieses Wochenende unsere Saisonhighlight ist und es dann besonders hart ist, wenn man im zweiten Rennen zuschauen muss.“ Dass sich der Einsatz von Bänecke und seiner Mannschaft gelohnt hat, zeigte Gericke mit einem Klassensieg im zweiten Sprint.

Text- und Bildmaterial: ADAC Motorsport

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