Drei Wochen nach der ereignisreichen Rally di Roma Capitale, als zwei Reifenschäden einen Doppelsieg für das ADAC Opel Rallye Junior Team verhinderten, reisen Tom Heindrichs, Timo Schulz und Claire Schönborn hochmotiviert zum dritten Lauf der Junior European Rallye Championship (JERC). Anders als in Vorjahren, als die Rally Polen auf Schotterbelag ausgetragen worden war, stehen am kommenden Wochenende rund um Katowice anspruchsvolle Asphalt-Wertungsprüfungen auf dem Programm, bei denen die Opel-Junioren mit ihren von Stohl Racing und Waldherr Motorsport eingesetzten Corsa Rally4 wiederum zu den Mitfavoriten zählen.
Nach seinem Sieg beim Saisonstart in Schweden und Platz zwei in Rom führt Timo Schulz das JERC-Zwischenklassement an. Sein Vorsprung auf den Italiener Davide Pesavento beträgt drei Punkte. „Diese Asphalt-Rallye ist komplett neu für uns. Nachdem wir zuletzt in Rom auf Asphalt die Schnellsten waren, sind wir auch für Polen guter Dinge. Die Wertungsprüfungen ähneln ein wenig denen, die wir aus Deutschland kennen. Sie sollten uns ganz gut liegen, also sind wir zuversichtlich, wieder ein gutes Ergebnis einfahren zu können“, sagt der 26-Jährige aus dem saarländischen Siersburg, der wie immer auf die Ansagen seiner Beifahrerin Maresa Lade hört. Nach ihrem zweiten Saisonsieg im ADAC Opel GSE Rally Cup am Wochenende bei der Rallye Weiz, ebenfalls auf Asphalt, reist das deutsche Duo mit Rückenwind nach Polen.
Mindestens ebenso ambitioniert sind die Ziele von Tom Heindrichs, der in der JERC-Zwischenwertung 13 Zähler hinter Schulz auf Rang drei liegt. „Wir freuen uns auf Polen“, sagt der 22-Jährige aus St. Vith im deutschsprachigen Teil Belgiens. „Einige Passagen sehen tückisch aus. Wir hoffen, dass wir dort von unseren Erfahrungen aus unserer Heimat profitieren können. Auch in Belgien sind die Pisten oft sehr rutschig. In der Meisterschaft sind wir die Jäger, und diese Rolle sagt mir sehr zu. Ansonsten werden wir die Rallye angehen wie jede andere: Wir wollen bestmöglich vorbereitet wieder viel Spaß haben, und dann schauen wir, was dabei herauskommt – hoffentlich diesmal ohne Plattfuß.“ Auf dem heißen Sitz des belgischen Corsa Rally4 agiert wie immer Jonas Schmitz.
Auch Claire Schönborn strebt in Polen ein Top-Ergebnis an. „Ich freue mich riesig auf die Rallye. Mit den neuen Wertungsprüfungen und dem Wechsel von Schotter auf Asphalt wartet eine völlig neue Herausforderung auf alle Teams. Dadurch startet praktisch jeder bei null – niemand hat einen echten Erfahrungsvorsprung. Bei der Rallye Weiz am vergangenen Wochenende konnten wir viele wertvolle Erkenntnisse mit unterschiedlichen Grip-Levels gewinnen. Diese wollen wir mitnehmen und in Polen bestmöglich umsetzen“, sagt die 26-jährige aus Löffelscheid im Hunsrück, die einmal mehr auf die große Erfahrung ihres Copiloten Michael Wenzel baut.
Der Start zur Rally Poland erfolgt am Freitagabend (24. Juli) ab 21.15 Uhr wie üblich mit einer kurzen „Super Special Stage“, bevor tags darauf ab 9.01 Uhr sieben Wertungsprüfungen zu bewältigen sind. Die Entscheidung fällt am Sonntag ab 8.22 Uhr mit weiteren sieben Jagden gegen die Uhr. Die abschließende „Power Stage“ startet um 17.05 Uhr, das erste Auto wird um 18.40 Uhr im Ziel in Katowice erwartet. Insgesamt haben die Teams 187,6 WP-Kilometer zu bewältigen. Die Konkurrenz im Feld der besten Rallye-Junioren Europas ist gewohnt eindrucksvoll: Insgesamt sind 17 Rally4-Fahrzeuge in der JERC-Wertung gemeldet. Rallye-Fans finden auf adac.de/motorsport ein Live Timing und können das spannende Geschehen in Polen im kostenpflichtigen Live Stream auf rally.tv verfolgen.
Text- und Bildmaterial: ADAC Motorsport










