Strahlender Sonnenschein, volles Starterfeld und enge Positionskämpfe bis in die letzte Kurve: Der ADAC Junior Cup ist am Wochenende im Rahmen der Euro Moto erfolgreich in die neue Saison gestartet. 20 Nachwuchstalente aus acht Nationen lieferten sich auf dem Sachsenring spannende Duelle und sorgten direkt zum Auftakt für beste Nachwuchsrennaction. Besonders stark präsentierten sich Lorenz Fillin und Jaden Immanuel, die sich die Siege an den beiden Renntagen teilten. Ebenfalls konstant vorne dabei: Collin Langer, der an beiden Tagen aufs Podium fuhr.
Fillin jubelt beim Heimspiel über ersten Saisonsieg
Bereits im ersten Qualifying zeigte sich, wie eng das Feld zum Saisonauftakt zusammenlag. Jaden Immanuel sicherte sich die Pole-Position mit einer Bestzeit von 1:34,122 Minuten vor dem Sachsen Lorenz Fillin und Collin Langer. Im ersten Rennen ließ Fillin vor heimischer Kulisse dann nichts anbrennen. Der Honda-Pilot setzte sich nach zwölf Rennrunden mit 1,485 Sekunden Vorsprung gegen Immanuel durch und feierte den ersten Sieg der neuen Saison. Hinter den beiden komplettierte Langer das Podium, während Yevsevii Kovalov und Ole Säuberlich die Top-Fünf abrundeten.
„Das Wochenende lief insgesamt richtig gut“, freute sich Fillin nach dem Wochenende. „Wir haben verschiedene Übersetzungen ausprobiert und dabei noch einiges gelernt. Am Motorrad gibt es zwar weiterhin Verbesserungsbedarf, aber wir haben wichtige Schritte gemacht. Ich denke, dass wir in Brünn noch stärker sein werden.“
Immanuel schlägt am Sonntag zurück
Auch am Sonntag blieb das Feld eng zusammen. Im zweiten Qualifying sicherte sich Immanuel erneut die Pole-Position und bestätigte damit seine starke Pace über das gesamte Wochenende hinweg. Im zweiten Rennen entwickelte sich anschließend ein enger Dreikampf zwischen Immanuel, Fillin und Langer. Besonders in den letzten Runden ging es mehrfach hin und her. Zwischenzeitlich konnte Langer sogar die Führung übernehmen, ehe Immanuel erneut konterte und sich im Ziel knapp durchsetzte. Nach zwölf intensiven Rennrunden trennten den Sieger und Fillin lediglich 0,049 Sekunden. Langer komplettierte erneut das Podium.
„Wir haben uns vor dem Saisonstart in Spanien vorbereitet und ich hatte schon ab dem ersten Tag ein richtig gutes Gefühl auf dem Motorrad“, erklärte Immanuel nach seinem Erfolg. „Gestern und heute hatten wir allerdings mit Chattering zu kämpfen. Nach dem ersten Rennen haben wir deshalb einige Änderungen am Fahrwerk vorgenommen und dadurch wurde es deutlich besser. Im zweiten Rennen konnte ich meine Position bis zur letzten Kurve verteidigen.“
Auch Langer zeigte sich nach einem starken Auftakt zufrieden: „In den Qualifyings konnten wir starke Zeiten fahren und mit Startplatz drei war ich wirklich happy. Das erste Rennen lief dann allerdings eher durchwachsen. Ich konnte nicht so überholen, wie ich es mir vorgestellt hatte, weil uns auf den Geraden etwas Leistung gefehlt hat.“ Langer kämpfte sich im zweiten Lauf ebenfalls stark durch das Feld und mischte bis zum Schluss im Kampf um den Sieg mit: „Im zweiten Rennen lief es deutlich besser. Ich bin von Platz drei bis an die Spitze gefahren und konnte die Führung eine Zeit lang halten. In der letzten Runde wurde ich zunächst noch überholt und fiel auf Platz vier zurück. In der vorletzten Kurve konnte ich mir das Podium aber noch zurückholen.“
Neben den spannenden Duellen an der Spitze zeigte sich am Sachsenring auch die neue technische Vielfalt im Feld. Mit der Honda NSF250R, der KTM RC4R und der BeOn Promo3 waren gleich mehrere Motorradkonzepte konkurrenzfähig und sorgten über beide Rennen hinweg für abwechslungsreiche Zweikämpfe.
Die nächste Station des ADAC Junior Cup wartet vom 29. bis 31. Mai im tschechischen Brünn. Dort gehen die Nachwuchstalente erneut im Rahmen der Euro Moto an den Start.
Text- und Bildmaterial: ADAC Motorsport










