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Home DTM

Van der Linde krönt Achterbahnfahrt mit erstem DTM-Sieg für BMW

26.05.2026
in DTM

Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport) hat in Zandvoort nach einem spektakulären Rennverlauf seinen ersten DTM-Sieg für BMW eingefahren. Der Südafrikaner bewies Kämpferherz und belohnte sich am Sonntag für einen couragierten Auftritt mit dem neunten DTM-Erfolg seiner Karriere. „Der Sieg tut unfassbar gut, ich kann das gar nicht in Worte fassen. Das Rennen war eine emotionale Achterbahnfahrt, aber genau dafür liebe ich die DTM. Nach dem Auftakt in Spielberg haben wir Details verbessert und viel Arbeit in Boxenstopps investiert. Das hat sich ausgezahlt“, freute sich der 29-Jährige. Jubel auch bei Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport): Der McLaren-Pilot belegte Rang zwei und feierte damit den ersten Podiumsplatz für sich und sein Team. Van der Lindes Teamkollege Marco Wittmann (Fürth) zeigte eine fantastische Aufholjagd und sicherte sich mit einer cleveren Strategie Position drei. Den zweiten Auslandsstopp der DTM im niederländischen Zandvoort erlebten 39.500 Zuschauer.

Keyfacts, Circuit Zandvoort, Zandvoort, Saisonrennen 4 von 16

  • Streckenlänge: 4.259 Meter
  • Wetter: 25 Grad, sonnig
  • Pole-Position: Kelvin van der Linde (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #3), 1:32,831 Minuten
  • Sieger: Kelvin van der Linde (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #3)
  • Schnellste Rennrunde: Timo Glock (Dörr Motorsport, McLaren 720S GT3 Evo #16), 1:34,493 Minuten

Pole-Setter van der Linde dominierte die erste Rennhälfte und lag nach dem ersten Boxenstopp in Führung. Zu diesem Zeitpunkt folgten Ferrari-Pilot Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) und Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) im Lamborghini Temerario GT3 auf den Plätzen zwei und drei. Dörr und Wittmann kämpften sich nach einer kurzen Safety-Car-Phase auf die Ränge sieben und neun vor. Aufreger dann in Runde 20: Vermeulen konnte van der Linde überholen, dessen Pirelli-Slicks stärker abgebaut hatten. Folgerichtig absolvierte der BMW-Pilot als erster Fahrer seinen zweiten Boxenstopp – und diese Taktik zahlte sich aus. Mit bereits angewärmten Reifen zog er einige Runden später an Vermeulen vorbei, der mit noch kalten Pneus keine Chance hatte.

Dörr und Wittmann verfolgten dagegen eine andere Taktik. Sie fuhren in Runde 26 als letzte Fahrer zum zweiten Boxenstopp und schoben sich in den finalen Umläufen nach teilweise spektakulären Überholmanövern auf Rang zwei und drei vor. Nach 35 Runden gewann van der Linde vor Dörr und Wittmann. Hinter den Top-Drei überquerte Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) als Vierter die Ziellinie. Der taktisch versierte Routinier setzte ebenfalls auf späte Boxenstopps, konnte acht Positionen gutmachen und übernahm damit wieder die DTM-Tabellenführung. Vermeulen beendete das zweite Rennen vor seinen Fans als Fünfter.

Auf den Positionen sechs und sieben folgten mit Engstler und Marco Mapelli (I/Red Bull Team Abt) zwei Lamborghini Temerario GT3. Bester Porsche-Pilot war Thomas Preining (A) vom Team Manthey als Achter. Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT) steuerte den dritten Lamborghini auf Rang neun, Ricardo Feller (CH) sicherte sich im zweiten Neunelfer von Manthey Platz zehn.

Ben Dörr: „Den zweiten Platz habe ich nicht wirklich für möglich gehalten. Ich bin unfassbar stolz. Beim ersten Boxenstopp hat leider ein Rad geklemmt, dadurch bin ich mehrere Plätze zurückgefallen und hatte die Hoffnung auf ein Top-Ergebnis eigentlich schon verloren. Aber ich konnte mich mit einem guten Manöver nach dem anderen wieder nach vorne boxen.“

Marco Wittmann: „Eine super Strategie und ein gutes Reifen-Management waren entscheidend für das gute Rennen, das mit vielen Zweikämpfen unglaublich intensiv war. Zu Beginn bin ich reifenschonend gefahren, daher konnte ich nach der Safety-Car-Phase meine Vorderleute überholen. Natürlich fährt man am liebsten souverän an der Spitze, aber diese Duelle auf der Strecke machen einfach großen Spaß.“

Ergebnis, 4. Meisterschaftslauf, Circuit Zandvoort
1. Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport)
2. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport), +6,377 Sekunden
3. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +7,046 Sekunden
4. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +7,510 Sekunden
5. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing), +11,053 Sekunden

Das komplette Ergebnis gibt es auf dtm.com/de/ergebnisse.

Text- und Bildmaterial: ADAC Motorsport

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