Der packende Saisonstart bei der ELE Rally in den Niederlanden ist kaum verdaut, schon wartet das nächste Highlight auf die Teams des ADAC Opel GSE Rally Cup. Die Rallye Vosges Grand-Est ist bereits zum vierten Mal Schauplatz eines Wertungslaufs des weltweit ersten elektrischen Rallye-Markenpokals. Teams aus neun Nationen bringen 15 der bis zu 207 kW (281 PS) starken Opel Mokka GSE Rally an den Start. Auch auf dem knallharten französischen Asphalt, der die Teams alljährlich vor große Herausforderungen stellt, wird der Rüsselsheimer Stromer den Fans wieder eindrucksvolle Kostproben seiner Leistungsfähigkeit geben. Beim Saisonstart rund um Eindhoven waren die Elektro-Mokka beständig schneller als die teilnehmenden Rally4-Fahrzeuge. In Wertungsprüfung 13 setzte Cup-Rookie Tom Dufour gar die fünftschnellste Gesamtzeit im mit Rally2- und Rally3-Fahrzeugen gespickten Teilnehmerfeld.
Nach seinem zweiten Rang beim Auftakt ist Tom Dufour auf den Geschmack gekommen und fürs Heimspiel in den Vogesen doppelt motiviert. „Das Engagement von Opel France hat uns die Riesenchance eröffnet, in diesem tollen Cup zu starten, und wir genießen jede Sekunde“, betont der 20-Jährige, der auf die Ansagen seines Beifahrers Alex Dubois hört. „Wir haben in den Niederlanden viel gelernt und werden nun versuchen, vor den französischen Fans noch einen draufzusetzen. Der Mokka GSE Rally ist ganz anders zu fahren als das Rally6-Fahrzeug, das wir in Frankreich bewegen. Der Mokka hat viel mehr Power und ein rennmäßigeres Handling – ein richtig cooles Rallyeauto. Wir fühlen uns im ADAC Opel GSE Rally Cup pudelwohl. Die Atmosphäre unter den Teams und Fahrern ist sehr familiär. Und auf den Prüfungen geht’s richtig zur Sache. Es macht einen Riesenspaß!“
Auftaktsieger Timo Schulz dürfte also gewarnt sein, zumal die Rallye rund um Gérardmer in der Region Grand-Est (ehemals Lothringen) auch für ihn Neuland darstellt. Der Saarländer und seine Copilotin Maresa Lade werden alles daransetzen, um nach den Triumphen beim JERC-Auftakt in Schweden und dem Cup-Saisonstart in den Niederlanden den Sieges-Hattrick in drei verschiedenen Ländern innerhalb eines Monats unter Dach und Fach zu bringen.
Teams, die den Deutschen bei diesem ambitionierten Plan die Suppe versalzen wollen, sind im ADAC Opel GSE Rally Cup zahlreich vertreten. Die Waliser Ioan Lloyd/Sion Williams, die Italiener Valentino Ledda/Claudio Mele, die Spanier Alex Español/Enrique Velasco sowie die niederländisch-belgische Besatzung Max van Empel/Eddy Smeets hatten ihre Siegambitionen mit WP-Bestzeiten bei der ELE Rally bereits deutlich gemacht. Und auch die Cup-erfahrenen Niederländer Fabian Kamermans/Stefan Müller und die jungen deutschen Cup-Rookies Lars Stütz/Jana Schreiber hatten rund um Eindhoven mit den Schlussrängen 4 und 6 geglänzt.
Ein Cup-Comeback gibt in den Vogesen Calle Carlberg. Der 25-jährige Schwede feierte 2023 rund um Gérardmer seinen ersten Sieg im damaligen ADAC Opel Electric Rally Cup. Nach seinem eindrucksvollen Titelgewinn im darauffolgenden Jahr stieg Carlberg ins ADAC Opel Rally Junior Team auf und krönte seine bisherige Laufbahn mit dem Gewinn der Junior European Rally Championship 2025. Als Lohn für den Europameistertitel bestreitet Calle in diesem Jahr die Junior-Weltmeisterschaft, in der er direkt den Saisonstart in seinem Heimatland für sich entschied und in der Zwischenwertung an der Spitze liegt. Und wer Carlberg kennt, der weiß, dass nur Mitfahren nicht zu seinen Stärken gehört. „Ich freue mich auf die Rückkehr in meine Opel Motorsport-Familie. Aber klar: Wenn ich im Rallyeauto sitze, möchte ich gewinnen“, betont der Skandinavier, der bei der Rallye Vosges Grand-Est wie in früheren Cup-Zeiten mit seinem Vater Torbjörn auf dem heißen Sitz startet.
Die Rallye Vosges Grand-Est wartet nicht nur mit einem der schönsten Serviceplätze des Jahres am Ufer des Lac de Gérardmer, sondern auch mit enorm anspruchsvollen Wertungsprüfungen auf rauen Asphalt-Pisten bei wechselnder Topographie auf. Insgesamt haben die Teams des ADAC Opel GSE Rally Cup sieben vergleichsweise lange Wertungsprüfungen über knapp 125 Kilometer zu bewältigen. Los geht’s am Samstag (13.6.) ab 8.58 Uhr, das Etappenziel ist gegen 21 Uhr erreicht. Die Entscheidung fällt tags darauf ab 10.32 Uhr. Gegen 18.40 Uhr rollen die Rallyeboliden über die Zielrampe in Gérardmer.
Rallye-Fans können das elektrisierende Treiben in den Vogesen per Live Timing auf adac.de/motorsport verfolgen.
Punktestand ADAC Opel GSE Rally Cup (nach 1 von 7 Läufen)
1. Schulz 35 Punkte. 2. Dufour 28. 3. Lloyd 26. 4. Kamermans 21. 5. Español 16. 6. Stütz 14. 7. Wittenbeck 12. 8. Johansson 11. 9. Eertmans 8. 10. Wlömer 6. 11. Luif 5. 12. Schönborn 4.
Text- und Bildmaterial: ADAC Motorsport










