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Home ADAC GT Masters

DTM-Teamchef Gottfried Grasser kehrt ins ADAC GT Masters zurück

05.07.2026
in ADAC GT Masters

Vom Kommandostand ins Cockpit: DTM-Teamchef Gottfried Grasser (47/AUT) kehrt nach 13 Jahren ins ADAC GT Masters zurück – als Pilot. Der 47-Jährige wird mit seinem GRT Grasser Racing Team einen Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 einsetzen. An seiner Seite greift Gerhard Tweraser (37/AUT) ins Lenkrad. Das Duo absolviert zwei Gaststarts im Rahmen des Int. Shell ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring (10. bis 12. Juli) und auf dem Salzburgring (4. bis 6. September).

Das GRT Grasser Racing Team war zuletzt 2024 im ADAC GT Masters am Start und absolvierte insgesamt 13 Jahre in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC. Gottfried Grasser fuhr zuletzt 2013 am Red Bull Ring und kehrt nun ins Cockpit zurück. Die Idee entstand 2025 mit seinem guten Freund und Teamkollegen Tweraser zusammen. „Nach zehn Jahren ging der Huracán in den Ruhestand und ich habe eines der Autos privat behalten. Jetzt stand es zuhause und der Keller war voll mit Ersatzteilen“, lachte Grasser. „Wir haben also beschlossen, über das Jahr ein paar lockere Tests zu fahren. Es hat immer mehr Spaß gemacht und der nächste Schritt war, den Kalender zücken und sehen, wann das ADAC GT Masters nicht mit der DTM zusammen unterwegs ist. Damit war die Entscheidung schon getroffen, vor allem mit dem Heimrennen am Salzburgring.“

Teamkollege Gerhard Tweraser ist ebenfalls seit 2012 im ADAC GT Masters aktiv. Der Österreicher hat insgesamt 36 Rennen bestritten und war immer wieder für das GRT Grasser Racing Team am Start. Zuletzt trat er 2025 auf dem Red Bull Ring als Gaststarter in einem Lamborghini Huracán GT3 Evo 1 an. Im Vorfeld des Nürburgring-Wochenendes im Rahmen des ADAC Truck Grand Prix besteht am Donnerstag eine Testmöglichkeit, die Grasser und Tweraser nutzen werden. An gleicher Stelle trat Grasser 2011 erstmals mit einer mächtigen Dodge Viper im ADAC GT Masters an. Nach einem technischen Defekt im Training war das Wochenende vor 15 Jahren allerdings frühzeitig beendet, bei seinem Comeback hofft er nun auf mehr Glück. „Ich habe ein Racer-Herz, das habe ich schon an den Testtagen gemerkt. Ich habe an den Zehnteln herumgeknabbert und versucht immer wieder besser zu werden“, gibt der 47-Jährige ehrlich zu. „Wir haben auch mit dem Huracán ein sehr ausgereiftes Auto, das sehr viele Erfolge gefeiert hat und vorne mitfahren kann, das ist eine super Basis. Das hatten wir 2013 nicht, damals war es eher sehr mühsam.“

Der Österreicher tritt seit 2022 mit seinem GRT Grasser Racing Team in der DTM an und setzt seit dieser Saison den Lamborghini Temerario GT3 ein. Während er dort als Teamchef die Fäden zieht und seine Piloten zur Umsicht ermahnt, gelingt ihm das im Cockpit nur bedingt. „Es ist immer das Gleiche: Sobald ich einen Helm aufhabe, bin ich der Rennfahrer. Der Teamchef, der an Teile oder Kosten denkt, hat Pause“, lacht Grasser. „Es ist eine wahnsinnige Herausforderung, macht aber irrsinnig Spaß. Das Rennfahren ist eine eigene Welt und bringt dich in allen Belangen an die Grenzen. Der Sport übt eine brutale Faszination aus. Das mal wieder von der anderen Seite zu sehen, tut als Teamchef sehr gut.“

Die Rückkehr ins Cockpit nach 13 Jahren ist für Grasser aber nicht nur Spaß, sondern auch eine ernstzunehmende Aufgabe, der er mit Respekt begegnet. „Für mich wird die größte Herausforderung die Zweikämpfe mit den anderen Autos. Da habe ich noch ein bisschen Bammel, denn das habe ich schon lange nicht mehr gemacht“, verrät der 47-Jährige, der gemeinsam mit Tweraser in der Pro-AM-Klasse an den Start gehen wird.

Für die Zukunft schließt er auch nicht aus, wieder als Teamchef ins ADAC GT Masters zurückzukehren, allerdings nur mit dem neuen Lamborghini Temerario GT3. „Wir haben mit diesem Auto aktuell noch ein paar Baustellen und es ist ein langer Weg, aber für die Zukunft kann ich mir eine Rückkehr auf jeden Fall vorstellen“, so Grasser. „Ich mag die Serie und ihr Format irrsinnig gerne. Die Mischung aus Nachwuchspiloten und alten Hasen wie mir bringt viel Würze und Spannung. Und das Umfeld stimmt.“

Text- und Bildmaterial: ADAC Motorsport

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