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Die Garagenschätze führen uns heute zum Oldtimer Sonntag Tirol 2026 bei der Metro in Rum. Dort treffen wir Michael und seinen außergewöhnlichen Ford F100 aus dem Jahr 1955.
Optisch präsentiert sich der Pickup als klassischer amerikanischer Oldtimer. Unter der Karosserie arbeitet jedoch moderne Technik aus dem Jahr 2019. Der Ford wurde auf Basis eines Mercedes-AMG komplett neu aufgebaut und verbindet damit die historische F100-Karosserie mit der Technik eines leistungsstarken AMG-Performance-Modells.
Unter der Motorhaube arbeitet ein 6,3-Liter-AMG-V8 mit 560 PS. Das Aggregat stammt aus einem Mercedes-AMG Performance-Modell und wurde gemeinsam mit Getriebe, Bremsanlage, Fahrwerk, Elektronik und zahlreichen Komfortfunktionen in den Ford integriert. Trotz des enormen technischen Aufwands wirkt der Motorraum sauber und vollständig durchkonstruiert.
Das Fahrzeug bringt rund 2,4 Tonnen auf die Waage. Entsprechend aufwendig war die technische Abnahme. Fahrwerk, Bremsleistung, Achslasten, Höchstgeschwindigkeit und Felgen mussten genau geprüft und dokumentiert werden. Die eingetragene Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h, obwohl der Pickup laut Michael noch schneller fahren könnte.
Für die Verzögerung sorgt eine belüftete AMG-Bremsanlage. Die offenen Felgen wurden bewusst gewählt, damit die entstehende Hitze besser abgeleitet werden kann. Auch die komplette Auspuffanlage stammt von AMG, musste jedoch an den Ford angepasst und um 180 Grad gedreht werden.
Im Innenraum trifft die originale Sitzbank des Ford F100 auf moderne Mercedes-AMG-Technik. Das Fahrzeug verfügt über Instrumente aus dem E63, eine hydraulisch gesteuerte Gangwahl, ein Sechsganggetriebe, verschiedene Fahrprogramme, Schaltmöglichkeiten am Lenkrad, Navigation, Klimaanlage und zahlreiche digitale Funktionen.
Die originale Sitzbank wurde neu bezogen, mit einer Sitzheizung ausgestattet und ist weiterhin für drei Personen zugelassen. Selbst die Lenksäule lässt sich elektrisch verstellen. Damit bietet der Ford trotz seines klassischen Erscheinungsbildes den Komfort eines modernen Performance-Fahrzeugs.
Die Ladefläche erhielt einen hochwertigen Holzboden aus dem Schiffsbau. Über spezielle Verzurrösen können Lasten sicher befestigt werden. Laut Michael lassen sich damit bis zu 2,5 Tonnen Ladung fixieren.
Die Lackierung wirkt wie klassisches British Racing Green, stammt laut Michael jedoch aus dem Porsche-Farbprogramm. Gemeinsam mit den modernen Felgen, der tiefen Karosserie und der originalen Form entsteht ein außergewöhnliches Gesamtbild.
Von dieser Kombination aus Ford F100 und AMG-Technik soll es weltweit nur zwei Fahrzeuge geben. Das Gutachten für Michaels Exemplar liegt laut seiner Aussage aktuell bei rund 250.000 Euro.
Ein faszinierender Restomod, der amerikanisches Oldtimer-Design mit moderner deutscher Hochleistungstechnik verbindet.
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