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Die Garagenschätze führen uns heute nach Neuffen in ein ganz besonderes Fahrerlager des Schwäbischen Bergpreises. Gemeinsam mit einem der Mitorganisatoren entdecken wir in den Gassen, Garagen und Hinterhöfen historische Formel-Rennwagen aus mehreren Jahrzehnten: Formel V, Formel Ford, Formel 4 und seltene Rennwagen von Melkus. Viele dieser Fahrzeuge werden nicht nur ausgestellt, sondern weiterhin bei Bergrennen und historischen Rundstreckenveranstaltungen eingesetzt. Den Anfang macht unter anderem Eckhard Gull mit seinem Burkhardt, den er bereits seit rund 20 Jahren fährt. Dazu kommen ein früher Formelrennwagen mit 600-cm³-Zweizylinder-NSU-Technik, ein Cayman 1300 von 1972 mit direkter Neuffen-Historie, mehrere Fuchs Formel V sowie ein Reinhardt 86 SF Formel Ford 2000 mit 2,0-Liter-Ford-Motor und rund 140 PS.
Weiter geht es mit zahlreichen außergewöhnlichen Konstruktionen und ihren persönlichen Geschichten. Ein seltener Rennwagen aus den 1970er-Jahren ist laut seinem Besitzer heute das einzige noch fahrbereite Exemplar seines Typs und wird weiterhin bei Bergrennen sowie auf Strecken wie Spa, Hockenheim und Nürburgring eingesetzt. Manfred Gluth präsentiert seinen Lola T200, der ursprünglich in die USA ausgeliefert wurde und später über die Niederlande zurück nach Europa kam. Obwohl der Lola noch mit luftgekühlter Technik unterwegs ist, konnte er laut seinem Besitzer zuletzt sogar gegen wassergekühlte Konkurrenz überzeugen. Dazu kommen weitere Formel-V-Rennwagen aus Friesland und ein früher RaceCraft von 1968, von dem laut Besitzer nur zehn Exemplare entstanden und lediglich drei nach Deutschland kamen. Selbst klassische Käfer-Technik mit 1.300 cm³, Käfer-Achsen und Käfergetriebe bildet die Basis für einige dieser leichten Formelrennwagen.
Ein besonderes Kapitel gehört den Fahrzeugen von Melkus. Die Dresdner Rennsportgemeinde bringt gleich mehrere historische Rennwagen nach Neuffen. Zu sehen ist unter anderem der laut Besitzer allererste bei Heinz Melkus gebaute Melkus-Wartburg – ein Einzelstück aus der Anfangszeit der Formel Junior und ein Versuchsträger dafür, welches Potenzial im Wartburg-Antrieb steckte. Daneben steht ein weiterer historischer Melkus, dessen Geschichte eng mit der Familie seines heutigen Betreuers verbunden ist: Sein Vater arbeitete viele Jahre an der Seite von Heinz Melkus und war an der Entwicklung und am Aufbau dieser Rennwagen beteiligt. Ein weiteres Fahrzeug wird als originales Meisterschaftsauto seines Vaters beschrieben, mit dem dieser 1969 ostdeutscher Meister in der Formel 3 wurde. Jens Philipp wiederum hält mit seinem eigenen Melkus seit vielen Jahren die Geschichte dieser Dresdner Rennwagen lebendig.
Genau diese Mischung macht das Revival in Neuffen besonders: Rennwagen, die sonst nur selten zu sehen sind, stehen mitten im Ort, in Garagen und kleinen Gassen – und werden anschließend wieder am Berg bewegt. Hinter fast jedem Fahrzeug steckt eine persönliche Geschichte über Familien, frühere Fahrer, Restaurierungen und jahrzehntelange Leidenschaft für den Motorsport. Eine Garagenschätze-Folge, die zeigt, wie vielfältig die Welt der historischen Formelrennwagen ist.
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