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Die Garagenschätze führen uns heute zu den Red Bull Ring Classics 2026. Dort treffen wir Thomas Webhofer und einen Rennwagen aus einer spektakulären Ära des deutschen Tourenwagensports: seinen Opel Omega V8 STAR.
Die V8-STAR-Serie wurde von 2001 bis 2003 ausgetragen. Unter den unterschiedlichen Karosserieformen steckte kompromisslose und weitgehend einheitliche Renntechnik.
Thomas erinnert sich noch gut daran, wie er die V8-STAR-Rennen damals selbst im Fernsehen verfolgte. Viele Jahre später entdeckte er einen solchen Rennwagen zum Verkauf. Zunächst kam es noch nicht zum Kauf. Rund zwei Jahre später holte er schließlich seinen eigenen V8 STAR im Erzgebirge ab.
Heute präsentiert sich das Fahrzeug wieder im historischen Design und erinnert damit an die große Zeit dieser außergewöhnlichen Rennserie. Doch mit einem serienmäßigen Opel Omega hat dieser Rennwagen technisch kaum etwas gemeinsam. Thomas führt uns ausführlich durch die Konstruktion und zeigt, was unter der Karosserie steckt.
Angetrieben wird sein V8 STAR von einem Chevrolet LS1 V8. Der Motor entspricht dem grundsätzlichen Konzept der damaligen Fahrzeuge, wurde inzwischen jedoch weiterentwickelt. Thomas spricht heute von mehr als 500 PS. Der Motor sitzt weit hinten im Fahrzeug. Auch die Sitzposition des Fahrers wurde weit nach hinten verlegt. Thomas beschreibt es treffend: Gefühlt sitzt man beinahe auf der Rücksitzbank. Dazu kommt ein sequenzielles Hollinger 6-Gang-Getriebe. Geschaltet wird klassisch über den Schalthebel – ohne moderne Lenkradschaltung. Auch das Hollinger-Differential gehört zum robusten Antriebsstrang. Ein großer Teil der Technik befindet sich noch auf dem Stand der V8-STAR-Zeit. Dazu zählen laut Thomas unter anderem der Kabelstrang und die Motec-Motorelektronik.
Ganz original ist der Rennwagen heute dennoch nicht mehr.
Das Ansaugsystem wurde optimiert. Ein zusätzlicher Ölkühler hilft dabei, die Temperaturen besser unter Kontrolle zu halten. Auch beim Fahrwerk setzt Thomas inzwischen auf eine modernere Lösung.
Temperatur ist bei diesem Fahrzeug ohnehin ein großes Thema.
Der Fahrer sitzt praktisch zwischen Auspuffanlage und Antriebsstrang. Besonders nach einem Turn kann es im Cockpit extrem heiß werden. Thomas berichtet von gemessenen Temperaturen von 70 bis 80 Grad, wenn er nach der Fahrt längere Zeit bis zu seinem Platz im Fahrerlager benötigt.
Auch fahrerisch verlangt der V8 STAR Respekt.
Mehr als 500 PS, viel Drehmoment und Hinterradantrieb sorgen dafür, dass Thomas am Limit ständig aufmerksam sein muss. Kommt das Heck, bleibt aufgrund des geringen Lenkeinschlags nur wenig Raum für Korrekturen.
Dazu kommen mächtige Rennreifen, eine integrierte Hebeanlage und eine clever konstruierte Radaufhängung. Viele Komponenten wurden nach einem Baukastensystem ausgeführt. Thomas zeigt uns, wie ähnlich die Radaufhängungen und Radträger an den unterschiedlichen Positionen konstruiert sind.
Eine REMUS-Auspuffanlage sorgt schließlich für den passenden V8-Sound.
Für Thomas liegt der große Reiz dieses Rennwagens aber auch in seiner Robustheit. Öl und Wasser kontrollieren, Reifen und Verschleißteile wechseln – und dann möglichst viel fahren. Genau dafür möchte er seinen V8 STAR einsetzen.
Ein faszinierender Rennwagen aus einer kurzen, aber spektakulären Epoche des Tourenwagensports – und eine Garagengeschichte mit über 500 PS, V8-Sound und kompromissloser Renntechnik.
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