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Die Garagenschätze führen uns heute zu den Red Bull Ring Classics 2026, wo wir Ingo Strolz aus Vorarlberg und einen extrem seltenen historischen Rennwagen treffen: seinen TVR Griffith Lightweight aus dem Jahr 1965. Laut Ingo wurden insgesamt nur 16 TVR Griffith dieser Ausführung gebaut, davon lediglich sieben Lightweight. Unter der leichten Karosserie steckt ein 289er Ford-V8, wie er in ähnlicher Form auch in Rennsportikonen wie Cobra und GT40 eingesetzt wurde. In Ingos TVR leistet der V8 rund 485 PS – bei einem Fahrzeuggewicht von nur etwa 800 Kilogramm. Dazu kommen ein extrem kurzer Radstand, kleine Scheibenbremsen vorne und Trommelbremsen hinten. Ingo bringt das Konzept treffend auf den Punkt: sehr leicht, sehr viel Leistung und wenig Bremse.
Beim Red Bull Ring Classics tritt Ingo damit sogar gegen deutlich modernere Rennwagen an. Während viele Konkurrenten auf Slicks unterwegs sind, fährt der TVR auf historischen Profilreifen. Separate Regenreifen gibt es nicht – dieselben Pneus müssen bei trockener und nasser Strecke funktionieren. Gerade im Regen wird der 485 PS starke Lightweight damit zur echten Herausforderung. Spektakulär wird es auch im Grenzbereich: Ingo bewegt den TVR gerne quer und berichtet von teilweise meterlangen Flammen aus dem Auspuff. Im Cockpit geht es nicht weniger kompromisslos zu. Rechtslenkung, Vierganggetriebe und eine minimalistische Rennsportausstattung treffen auf Temperaturen von rund 60 Grad. Die Karosserie besteht aus leichtem Polyester, und selbst Türen und weitere Komponenten wurden konsequent auf geringes Gewicht ausgelegt.
Auch die Historie wird bewahrt. Die englische Start- beziehungsweise Kennnummer gehört laut Ingo seit 1965 zum Fahrzeug. Gleichzeitig macht die Seltenheit die Ersatzteilversorgung schwierig. Selbst eine passende Windschutzscheibe ist nicht jederzeit verfügbar. Ursprünglich bringt die Lightweight-Version rund 800 Kilogramm auf die Waage. Aufgrund der FIA-Reglementierung muss Ingo heute allerdings teilweise mehr als 100 Kilogramm Zusatzgewicht mitführen. Trotzdem ist der TVR weiterhin schnell – und Ingo regelmäßig weit vorne dabei. Ein faszinierender historischer Rennwagen, der zeigt, wie kompromisslos Motorsport Mitte der 1960er-Jahre sein konnte.
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