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Die Garagenschätze führen uns heute zum zweiten Mal zu Zele Racing nach Bleiburg in Kärnten. Diesmal gehen wir mitten hinein in die Werkstatt von Michael Zele – dorthin, wo historische Formel-Rennwagen nicht nur ausgestellt, sondern restauriert und wieder auf die Rennstrecke gebracht werden.
Und gleich das erste Fahrzeug erzählt eine ganz persönliche Geschichte: Ein Van Diemen Formel Ford 1800 von 1994, mit dem Robert Lechner damals das Formula Ford Festival in Brands Hatch gewann. Genau dieses Auto hatte Michael Zele in den 1990er-Jahren bei der Walter Lechner Racing School selbst mit aufgebaut. Jahrzehnte später steht es wieder vor ihm und soll nun erneut zum Leben erweckt werden.
Auch die Anfänge der legendären Walter Lechner Racing School spielen eine wichtige Rolle. Zwei historische PRS Formel Ford 1600 werden derzeit restauriert. Eines soll an die frühen Jahre der Rennfahrerschule erinnern, das zweite seinen Weg ins Lechner Museum finden.
Das absolute Highlight wartet jedoch wenige Meter weiter: Bei Zele Racing wird aktuell ein Ferrari Formel 1 aus dem Jahr 1991 restauriert. Der 3,5-Liter-V12 stammt aus einer faszinierenden Ära der Formel 1 und soll nach vielen Jahren Stillstand wieder auf die Rennstrecke zurückkehren.
Michael Zele zeigt uns den Ferrari bis ins Detail: Motor, Getriebe, Monocoque, Fahrwerk, Tankanlage und Cockpit. Besonders spannend ist das frühe hydraulische Paddle-Shift-System. Die Technik wirkt gegenüber heutigen Formel-1-Autos erstaunlich analog – war Anfang der 1990er-Jahre aber absolute Hightech.
Die Restaurierung stellt Zele Racing vor enorme Herausforderungen. Technische Unterlagen sind kaum verfügbar. Viele Komponenten müssen analysiert, geprüft und teilweise mittels Reverse Engineering neu gefertigt werden. Gleichzeitig sollen möglichst viele originale Ferrari-Komponenten erhalten bleiben.
Auch der V12 selbst benötigt besondere Aufmerksamkeit. Nach jahrzehntelanger Standzeit wird das Aggregat vollständig zerlegt und geprüft, bevor dieser einzigartige Formel-1-Sound hoffentlich wieder auf einer Rennstrecke zu hören sein wird.
Michael zeigt uns außerdem, wie extrem bereits damals auf Leichtbau geachtet wurde. Titan, Magnesium, filigrane Fahrwerkskomponenten und kleinste Details zeigen, welchen technischen Aufwand die Formel 1 bereits vor mehr als drei Jahrzehnten betrieb.
Vom frühen Formel Ford über historische Nachwuchsrennwagen bis zum Ferrari Formel 1: Teil 2 unserer Garagengeschichte bei Zele Racing zeigt, wie viel Wissen, Handwerk und Leidenschaft notwendig sind, um Motorsportgeschichte nicht nur zu bewahren, sondern wieder fahren zu lassen.
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