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Die Garagenschätze führen uns heute an den Salzburgring, wo wir beim Histo-Cup gleich zwei außergewöhnliche BMW 2002 Gruppe 2 entdecken. Beide Rennwagen wurden mit großer Liebe zum Detail aufgebaut und orientieren sich an der Tourenwagen-Technik der frühen 1970er-Jahre. Manfred präsentiert uns seinen eigenen BMW 2002 mit Kugelfischer-Einspritzung und einen zweiten BMW, den er für seinen Freund Raimund aufgebaut hat. Optisch sind sich die beiden Fahrzeuge sehr ähnlich, technisch gibt es jedoch einige interessante Unterschiede. Während der eine BMW mit einer klassischen Vergaseranlage fährt, setzt der andere auf mechanische Einspritzung. Beide verfügen über einen 2,0-Liter-Vierzylindermotor mit rund 215 bis 220 PS und werden weiterhin im historischen Motorsport eingesetzt.
Der neu aufgebaute BMW 2002 ist mit 48er-Weber-Vergasern, scharfen Nockenwellen und zahlreichen zeittypischen Rennsportkomponenten ausgestattet. Beim Fahrwerk hat Manfred seine Erfahrungen aus vielen Jahren Motorsport einfließen lassen. Eine verstellbare Hinterachse ermöglicht die Einstellung von Spur und Sturz, dazu kommen eine weiterentwickelte Bremsanlage und breitere Felgen. Auch die Karosserie orientiert sich am Gruppe-2-Reglement von 1973, das unter anderem Blechtüren, Glasscheiben sowie Motorhaube und Kofferraumdeckel aus Blech vorsah. Im Innenraum finden wir ein eigens angefertigtes und beflocktes Rennarmaturenbrett, Aluminium-Türverkleidungen, einen Überrollkäfig und eine verstellbare Bremskraftverteilung. Der BMW wiegt weniger als 1.000 Kilogramm und erreicht laut Manfred eine nahezu ausgeglichene Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse.
Der zweite BMW 2002 entstand bereits vor rund 15 Jahren. Sein 2,0-Liter-Motor arbeitet mit einer mechanischen Kugelfischer-Einspritzpumpe, Alpina-Einzeldrosselklappen und einem Alpina-Luftsammler. Die Leistung liegt auf einem ähnlichen Niveau wie beim Vergasermodell, wobei sich das Ansprechverhalten etwas unterscheidet. Im Innenraum blieb das ursprüngliche Armaturenbrett weitgehend erhalten, ergänzt durch wichtige Rennsportinstrumente für Öldruck, Öltemperatur, Wassertemperatur und das Luft-Kraftstoff-Verhältnis. Auch die Unterschiede bei Tankanlage, Kraftstoffversorgung und Sicherheitsausstattung werden ausführlich erklärt. Anschließend dürfen wir beide BMW beim Motorstart erleben und hören, wie unterschiedlich Vergaser und Einspritzung klingen.
Zum Abschluss gibt es noch einen spannenden Ausblick: Gemeinsam mit Motorenbauer Hans Weidgasser arbeitet Manfred bereits am nächsten Projekt – einem BMW 2002 Gruppe 5 mit Schnitzer-Turbomotor. Das Fahrzeug soll nach historischen Zeichnungen und Plänen aufgebaut werden. Bis dahin zeigen diese beiden BMW 2002 eindrucksvoll, wie viel handwerkliches Können, technisches Wissen und Leidenschaft im historischen Tourenwagensport stecken. Und für Manfred steht fest: Ein Rennwagen ist zum Fahren da und nicht zum Stehen!
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