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Weltmeister und dreifache Sieger der Isle of Man TT blickt mit 91 Jahren auf seine einzigartige Karriere und mehr als sechs Jahrzehnte Motorsportgeschichte zurück.
Seine Geschichte beginnt 1954 bei einem Motorradrennen in Schotten. Gemeinsam mit einem Freund entdeckt Max Deubel seine Begeisterung für den Seitenwagenrennsport. Ohne Erfahrung auf einem Gespann und mit wenig Geld wagen die beiden den Einstieg. Die ersten Jahre sind von technischen Problemen, Ausfällen und Unfällen geprägt. Doch Max Deubel gibt nicht auf.
1958 gelingt ihm der Durchbruch: Er wird Juniorenmeister und gewinnt sämtliche vier Meisterschaftsrennen. Ein Jahr später beginnt seine internationale Karriere. Schnell erkennt er, dass für große Erfolge kein Weg am legendären BMW-RS-Boxermotor vorbeiführt.
1961 startet Max Deubel erstmals in der Seitenwagen-Weltmeisterschaft. Obwohl er beim ersten Grand Prix in Spanien nicht starten darf, entwickelt sich eine außergewöhnliche Saison. Mit Siegen in Hockenheim, auf der Isle of Man und in den Niederlanden sichert er sich seinen ersten Weltmeistertitel – mit nur zwei Punkten Vorsprung auf seinen großen Rivalen Fritz Scheidegger.
Insgesamt gewinnt Max Deubel vier Weltmeistertitel und dreimal die legendäre Isle of Man TT. Besonders stolz ist er auf seine fünf schnellsten Rennrunden auf der gefährlichen Inselstrecke. Im Gespräch erinnert er sich an die damaligen Straßenverhältnisse, spektakuläre Rennen und zwei Stürze, die glücklicherweise ohne schwerste Folgen blieben.
Auch die Entwicklung der Technik spielt eine wichtige Rolle. Max Deubel erzählt vom einzigartigen BMW-RS-Motor, der den Seitenwagenrennsport über viele Jahre dominierte, und von Konstrukteuren wie Dieter Busch, die mit ihren Ideen entscheidende Verbesserungen ermöglichten.
Nach dem Ende seiner aktiven Karriere bleibt Max Deubel dem Motorsport eng verbunden. Zunächst engagiert er sich im deutschen Motorsportverband, später übernimmt er internationale Aufgaben bei der FIM. Ab 1985 ist er Vizepräsident einer FIM-Kommission und setzt sich über Jahrzehnte für den Motorradrennsport ein.
Bis heute verfolgt er die Entwicklung des Seitenwagenrennsports mit großer Leidenschaft. Besonders wichtig ist ihm die Zusammenarbeit zwischen Fahrer und Beifahrer. Für Max Deubel steht fest: Ein guter Beifahrer muss nicht nur mitfahren, sondern aktiv mitdenken und den Fahrer unterstützen.
Beim Seitenwagen-Event in Oschersleben, organisiert von Ralph Bonhorst, trifft die Motorsportlegende auf alte Weggefährten, Fans und eine neue Generation von Rennfahrern. Ein besonders emotionaler Moment ist der Neustart eines historischen BMW-Renngespanns, das eng mit seiner eigenen Karriere verbunden ist.
Eine außergewöhnliche Motorsport-Zeitzeugengeschichte über Mut, Leidenschaft, Weltmeistertitel, technische Entwicklungen und ein Leben für den Seitenwagenrennsport.
Motorsport Zeitzeugen bringt Euch persönliche Geschichten aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Motorsports – erzählt von Menschen, die diesen faszinierenden Sport erlebt, geprägt und mitgestaltet haben.
Das Format nimmt Euch mit hinter die Kulissen des Rennsports und erzählt von legendären Rennen, großen Erfolgen, besonderen Momenten und unvergesslichen Meilensteinen. Persönliche Erlebnisse und echte Zeitzeugen-Geschichten machen die Faszination Motorsport noch greifbarer – von den Anfängen bis in die Gegenwart.
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