Ein Sieg bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring ist eine außergewöhnliche Leistung. Einen Sieg im Jahre darauf zu wiederholen, ist nochmals schwieriger. Zuletzt schaffte dieses Kunststück Rekordgewinner Manthey 2009. Genau dieses Ziel hat sich Rowe Racing für die aktuelle 54. Ausgabe des Rennens gesetzt und bietet dafür zwei BMW M4 GT3 im neuen rot-weißen Design mit jeweils vier hochkarätigen BMW M Werksfahrern auf.
„Mit der #1 bei den 24h Nürburgring anzutreten, ist für uns vor allem eine Bestätigung der Leistung aus dem vergangenen Jahr – und gleichzeitig ein klarer Ansporn, daran anzuknüpfen“, sagt Teamchef Hans-Peter Naundorf: „Dass drei der vier Sieger von 2025 wieder gemeinsam im Auto sitzen, macht uns als Team sehr stolz. Es zeigt das Vertrauen in unsere Arbeit und gibt uns eine starke Ausgangsbasis, um auch in diesem Jahr wieder vorne mitzufahren.“
Die drei Vorjahressieger Augusto Farfus, Raffaele Marciello und Kelvin van der Linde werden von BMW Neuzugang Jordan Pepper unterstützt. „Er hat im vergangenen Jahr mit dem Sieg in Spa gezeigt, dass er auf diesem Niveau den Unterschied machen kann. Genau diese Qualität wollten wir in der #1 haben“, begründet Naundorf die Fahrerwahl: „Gleichzeitig passt er menschlich und sportlich sehr gut in unsere Fahrerbesetzung. Dadurch entsteht ein extrem starkes und ausgewogenes Line-up, mit dem wir uns auf der Nordschleife sehr gut aufgestellt sehen.“
Auch das Schwesterfahrzeug mit der #99 ist mit Dan Harper, Max Hesse, Sheldon van der Linde und Dries Vanthoor – einem 24h-Gewinner und drei Piloten mit Nordschleifen-Siegen – hochkarätig besetzt. Wie schafft es ein Team, regelmäßig die besten BMW M Werksfahrer für die 24h Nürburgring in die Autos zu bekommen? „Ganz einfach, indem man das beste BMW Team ist“, sagt Naundorf, den alle im Fahrerlager „HP“ nennen, mit einem Lächeln: „Aber im Ernst: Unsere Leistungen sprechen da eine eindeutige Sprache. In zehn Jahren Zusammenarbeit mit BMW haben wir fünf Podiumsplätze geholt.“ Neben den Siegen 2020 und 2025 noch die zweiten Plätze 2017, 2021 und 2023.
Dass Rowe Racing in diesem Jahr im Gegensatz zum letzten Jahr, das das Team als einziger GT3-BMW im Feld das Rennen gewann, wieder wie gewohnt mit zwei Fahrzeugen antreten kann, sieht der Teamchef als Vorteil. „Die Ausfallquote hier liegt statistisch bei etwa 50 Prozent, da sind die Chancen mit zwei Autos natürlich höher, auch weil man mit den größeren Synergien etwa bei der Abstimmung schneller auf die bestmögliche Performance kommt. Als Team ist man außerdem auf zwei Fahrzeuge ausgelegt. Bei nur einem Fahrzeug benötigt man trotzdem rund 70 Prozent der Mitarbeiter vor Ort“, erklärt er.
Die Stärke und die Konstanz des Teams wissen auf die Fahrer zu schätzen und blicken optimistisch auf das Rennen. „Das ist eines der größten Rennen der Welt, und ich hatte im vergangenen Jahr das Glück, es gewinnen zu dürfen. Das war einer der besten Tage meines Rennfahrer-Lebens. Wir haben fast die gleiche Besetzung wie im Vorjahr, und Jordan ist als sehr starker vierter Fahrer neu dabei. Zusammen mit dem großartigen Team werden wir alles daransetzen, die Nummer 1 auf dem Auto zu verteidigen. Wir wissen, dass die Konkurrenz sehr stark ist, aber wir haben alle Chancen, erneut ganz vorne mitzufahren“, sagt Raffaele Marciello. Sheldon van der Linde bringt sogar noch zusätzlichen Rückenwind von seinem ersten WEC-Sieg am vorigen Wochenende in Spa mit: „Jetzt ist meine Motivation umso größer, nun auch auf dem Nürburgring zum ersten Mal ganz oben auf dem Podium zu stehen.“
Text- und Bildquelle: ADAC Nordrhein Sportpresse










