CUP3 – Smyrlis Racing setzt auf Punktejagd am Nürburgring
In der Klasse CUP3 richtet sich der Fokus bei den ADAC 24h Nürburgring Qualifiers auch auf ein Team, das in dieser Saison bislang mit Konstanz überzeugt: Smyrlis Racing. Der Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport mit der Startnummer #953, pilotiert von Oskar Sandberg und Alexander Fielenbach, geht mit klarer Zielsetzung in dieses Qualifiers-Wochenende – wichtige Punkte für die Gesamtwertung der NLS sichern.
Auch wenn an diesem Wochenende kein Lauf der Porsche Endurance Trophy Nürburgring (PETN) stattfindet, bleibt der Einsatz von strategischer Bedeutung. Smyrlis Racing führt aktuell die Gesamtwertung der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) an und will diese Position weiter festigen.
Die CUP3-Klasse verspricht dabei einmal mehr spannenden Markenpokal-Sport auf hohem Niveau. Für Sandberg und Fielenbach gilt: Mit einer sauberen Leistung und kluger Rennstrategie könnten sie einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Titel machen.
Exot im Feld – Frontgetriebener BMW 128ti fordert die Konkurrenz heraus
In der Klasse VT2 für Fahrzeuge mit Frontantrieb und Allrad sorgt ein besonderes Fahrzeug für Aufmerksamkeit: Der BMW 128ti des SRS Team Sorg Rennsport mit der Startnummer #488. Als einziger frontgetriebener BMW 1er im gesamten Starterfeld nimmt das Fahrzeug eine Sonderrolle ein – und bringt frischen Wind in die Kategorie.
Pilot Nick Deissler unterstreicht die Besonderheit: „Wir fahren den einzigen frontangetriebenen BMW weltweit in der Klasse VT2 FWD+4WD. Das ist ein Novum, da BMW ja eher für Heckantrieb bekannt ist.“ Das Team zeigt sich selbstbewusst: „Wir haben ein sehr konkurrenzfähiges Setup gefunden und können mit unserem 128ti in unserer Klasse vorne mitmischen“, sagt Deissler weiter.
Die Herausforderungen auf der Nordschleife sind jedoch nicht zu unterschätzen. Vor allem im dichten Verkehr mit schnelleren Klassen wird es knifflig: „Besonders schwierig ist für uns der direkte Kontakt mit den GT3-Fahrzeugen, da wir nicht so einfach die Ideallinie verlassen können“, erklärt Deissler. Ein weiteres Problem stellt das sogenannte „Pick-up“ dar – aufgesammelte Gummireste, die insbesondere die Hinterreifen betreffen und sich bei einem Fronttriebler nur schwer wieder abfahren lassen. Trotz dieser Hürden blickt das Team optimistisch auf das Wochenende und will zeigen, dass auch ein ungewöhnliches Konzept auf der legendären Nordschleife konkurrenzfähig sein kann.
BMW Z4 GT3 ist zurück im 24h-Grid
Julian Reeh bringt bei den diesjährigen 24h Nürburgring mit dem BMW Z4 GT3 einen Zuschauerliebling zurück auf die Nordschleife. Der bollernde V8-Motor erfreute viele Jahre die GT-Fans auf der ganzen Welt, ehe er im Rahmen der Modellpflege aus den Starterfeldern verschwand. „Wir haben uns für einen Start mit dem in die Jahre gekommenen BMW entschieden, denn die reinen Einsatzkosten sind relativ vergleichbar mit den modernen GTs. Vom fahrerischen Talent sind wir sicherlich nicht in der Lage mit großartigen Ergebnissen auf uns aufmerksam zu machen, aber ich denke mit konstanter Fahrt und einem hoffentlich fehlerfreien Rennen können wir uns sukzessive nach vorne arbeiten. Und die Emotionen in diesem V8-Sauger sind für uns definitiv riesig. Was uns vor dem Rennen leider noch vor größere Herausforderungen stellt, sind die Ersatzteile für den etwas betagten BMW Z4.“ Manche Teile gibt es nur noch im sogenannten „Aftersale-Markt, andere nur noch auf Sonderanfertigung. „Unser Anspruch ist es, dass wir als Team – und da schließe ich neben den Fahrern auch alle anderen Teammitglieder ausdrücklich mit ein – ein geniales Wochenende unter Freunden zusammen verleben werden. Ich freue mich jetzt schon, wenn es am Mittwoch vor dem Rennen mit dem Adenauer Racing Day für uns endlich los geht.“
Text- und Bildquelle: ADAC Nordrhein Sportpresse










